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Der Schadens.Guru-Blog - Aktuelles

Der Eigentümer eines fabrikneuen Fahrzeugs mit einer Laufleistung von nicht mehr als 1.000 km ist im Falle dessen erheblicher Beschädigung (nur dann) berechtigt, Ersatz der Kosten für die Beschaffung eines Neufahrzeugs zu verlangen, wenn er ein gleichwertiges Ersatzfahrzeug erworben hat (BGH, Urteil vom 29.09.2020 - VI ZR 271/19).

Ist eine Beilackierung zur Wiederherstellung des Zustandes erforderlich, der vor dem schädigenden Ereignis bestanden hat, ist sie – auch bei fiktiver Abrechnung – ebenso Teil der Beseitigung des durch den Unfall verursachten Schadens, wie etwa der Ersatz eines beschädigten Fahrzeugteils (BGH, Urteil vom 17.09.2019 – VI ZR 396/18).

Gleicht der – durch einen Unfall – Geschädigte die Rechnung seines Kfz-Sachverständigen aus, liegt darin ein Indiz für die Berechtigung der Höhe der Sachverständigenkosten. Tritt er seine Schadensersatzansprüche lediglich an den Sachverständigen ab, kommt ihm diese Indizwirkung nicht zu Gute und bleibt erforderlichen Herstellungsaufwand streitig (BGH, Urteil vom 29.10.2019 – VI ZR 104/19).

Der dem Geschädigten zustehende Schadensersatzanspruch umfasst grundsätzlich auch den Ersatz der durch das Schadensereignis erforderlich gewordenen Rechtsverfolgungskosten (BGH, Urteil vom 29.10.2019 – VI ZR 45/19).

Sind dem Geschädigten von markengebundenen Fachwerkstätten auf dem allgemeinen regionalen Markt Großkundenrabatte für Fahrzeugreparaturen eingeräumt worden, die er ohne weiteres auch für die Reparatur des Unfallfahrzeugs in Anspruch nehmen könnte, so ist dies ein Umstand, der im Rahmen der subjektbezogenen Schadensbetrachtung auch bei fiktiver Schadensabrechnung grundsätzlich zu berücksichtigen ist (BGH, Urteil vom 29.10.2019 – VI ZR 45/19).

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